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Fabio & Desdemona

Das ist der Schlaf, den wir wollen: ohne besondere Vorkommnisse, aber mit reifen Träumen. Von eiergroßen Früchten zum Beispiel, hinter denen die rot-orangene Sonne sinkt. Von drei Eseln für jeden, so dass ein jeder den mittleren reiten kann, an hinreichend historischen Ruinen vorbei, über schmale Pfade im Zottelgras, und ab und zu ist da ein Fremdländer, der unverständliche Dinge ruft, aber freundlich. Jedenfalls ist das Eselsfell eine warme Stahlwolle, die nicht kratzt und noch nie gekratzt hat. Mutatis mutandis gilt dasselbe für Kleinmotorräder aus DDR-Produktion, die man mieten kann, wie einst die DDR-Produktion. Da können wir genehm zerbröckeln auf schadhaften Terrassen, und überhaupt schon nicht mehr wissen wo wir sind; ach komm egal, Oleander oder Wacholder, was weiß denn schon irgendwer. In der Ferne lässige Blitze. Da müssen wir erst morgen zahlen für Getränke von gestern, ein Nugget soll es sein, abgefischt aus dem unbewachten Museum voller ignorierter Kulturschätze, und wir bringen es zur Bar mit sandigen Füßen, die schon bessere Zeiten gesehen haben, aber keine bessere Bar. Quallen und Heuballen, und ein Gefühl, als sei mal was wichtig gewesen, aber nicht mehr. Wenn wir uns am frühen Morgen fürs Bett bereitmachen, benutzen wir im Bad nur die Taschenlampe, denn das Badfenster schließt nicht und ließe bei vollem Licht daumengroße Insekten herein, mit denen wir noch nicht befreundet sind.


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Ich bin Schriftsteller, Journalist und Fotograf. Meine
Biographie ist langweilig, mein Leben ist es nicht.


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Die Arbeit an Homepages habe ich immer sehr mühsam gefunden.