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Neue Designs und mehr Optionen

Es ist eine Tatsache, dass ich aus Teilstücken verschiedener Herkunft bestehe. Mein Lachen habe ich von meinem jüngeren Bruder. Wie mein Sohn sage ich oft "Sehr gerne!" Um anzuzeigen, dass ich gut zuhöre, bestätige ich mit "Ok!", was mein Gegenüber äußert. Das hat ein Freund, von dem ich nichts mehr höre, auch immer so gemacht. Meine Unterschrift ist eher eine gereifte Nachahmung. Ich habe mir Sachen angenommen und wurde mit der Zeit ein Mensch.

Auch dieses Haus war rein aus sich heraus am Anfang kaum mehr als ein Aufenthaltsort. Dann kam die Geschichte und machte alles alt. Im Keller gibt es eine zu starke Tür. Vor dem Balkon sind die Wäscheleinen an ehemaligen Isolatoren aufgehängt, die so oft überstrichen wurden, dass sie wie Sahnepilze aus der Wand ragen. Weil meine Wohnung früher ein Büro war, finde ich heute noch überall Steckdosen und Schnittstellen für obsolete Digitaltechnologien. Mit so was bringt man die ganze Strecke seit dem 16. Jahrhundert hinter sich, garantiert.

Das Haus und ich – in stillen Momenten vergleichen und sortieren wir unsere Intarsien. Man muss nicht unbedingt wissen, woraus man ist, aber es hilft. An Tagen des Vergleichs und der Ordnung gehe ich gern kurz vor 20.00 Uhr durch die Stadt und spüre auf der Haut die seltenen Seiden des Abends, die übrigens, wie auch die seltenen Erden des Periodensystems, recht oft vorkommen.

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Ich bin Schriftsteller, Journalist und Fotograf. Meine
Biographie ist langweilig, mein Leben ist es nicht.


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Die Arbeit an Homepages habe ich immer sehr mühsam gefunden.